Fachworkshop "Radikalisierung"

Am 9. Dezember 2016 fand in Freiburg der Fachworkshop "Radikalisierung" statt. Ziel des Workshops war es, Radikalisierungstendenzen vor einem gesamtgesellschaftlichen Hintergrund einzuordnen, sie vergleichend zu diskutieren und dabei auch Hintergründe und Praktiken von Deradikalisierung nicht aus den Augen zu verlieren. Hierzu wurden Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft und Praktiker aus den Sicherheitsbehörden und den sozialen Diensten zum Stand ihrer aktuellen Arbeit wie auch zu Forschungsdesideraten ins Gespräch gebracht.

     

Tagungsprogramm und Protokoll

Begrüßung und Eröffnung

MinR Dr. Wolf Junker, Referatsleitung 522 Sicherheitsforschung
beim Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF, Bonn

Prof. Dr. Stefan Kaufmann, Fachdialog zivile Sicherheitsforschung,
Universität Freiburg

Eröffnungsvortrag

Sozialpsychologische Prozesse der Radikalisierung 
Prof. Dr. Ulrich Wagner, Universität Marburg, Zentrum für Konfliktforschung

Diskussionen zum Stand der Forschung und zum Forschungsbedarf

Salafistischer Djihadismus und Rechtsextremismus: Affinitäten oder radikale Differenz?
Sicherheiten in Zeiten des IS
Dr. Marwan Abou Taam, Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

Religiöser und politischer Fundamentalismus im Rechtsterrorismus 
Dr. Matthias Quent, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft

Salafistischer Djihadismus: eine Variante des Rechtsextremismus? 
Prof. Dr. Ursula Birsl, Universität Marburg

Offenes Panelgespräch

Impuls: Unterbindung von Radikalisierung oder Ansatzpunkte zur Deradikalisierung?
Dr. Daniela Pisoiu, Österreichische Institut für Internationale Politik (öiip)

Panelteilnehmerinnen und -teilnehmer:
Dr. Andreas Armborst, Nationales Zentrum Kriminalprävention (NZK)
Dominik Irani, Bayerisches Landeskriminalamt, München
Daniel Koehler, German Institute on Radicalization and De-Radicalization Studies (GIRDS)
Dr. Franziska Kunz, Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der Technischen Universität Dresden

Ein besonderer Dank gilt Dr. Martin Kahl, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (ISFH) der Universität Hamburg und Dipl. Psych. Harald Arnold, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Freiburg i.Br., für Ihre Bereitschaft, sich kurzfristig in das Programm einzubringen und am Panel teilzunehmen.