Europäischer Polizeikongress 2021

Auf dem Europäischen Polizeikongress, der vom 14. bis 15. September 2021 im bcc Berlin Congress Center stattfindet, ist die zivile Sicherheitsforschung des BMBF mit einem Messestand und mit einem eigenen Fachforum vertreten. Der Europäische Polizeikongress wird vom Behörden Spiegel organisiert und ist eine internationale Konferenz für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von Polizei, Sicherheitsbehörden und Industrie.

BMBF-Messestand mit den Besuchern

VDI Technologiezentrum GmbH

Am Messestand der zivilen Sicherheitsforschung präsentieren drei vom BMBF geförderte Forschungsprojekte ihre neusten Entwicklungen und Ergebnisse für Polizei und Sicherheitsbehörden:

EVOK: Echtzeit Vor-Ort-Aufklärung und Einsatzmonitoring 

Das EVOK-Projekt hat eine Lösung entwickelt, mit der Spezialeinsatzkommandos während eines Einsatzes in unbekannten Gebäuden diese in Echtzeit erfassen und abbilden können. Damit können Umgebungskarten sowie dreidimensionale Visualisierungen von Gebäuden mit Positionsangabe der Einsatzkräfte live erzeugt werden. Das System kann beispielsweise bei terroristischen Bedrohungsszenarien oder Geiselnahmen eingesetzt werden. Mit Hilfe einer speziellen Datenbrille können die Besucherinnen und Besucher die Ergebnisse auf dem Polizeikongress selbst erleben.

INSITU: Mobilcomputer-basierte Vor-Ort-Beschreibung komplexer Auffindesituationen 

Der INSITU-Verbund hat ein Dokumentations- und Auswertesystem für die digitale Tatortarbeit entwickelt. Der Zugriff erfolgt ganz einfach per App, so dass mit Hilfe eines Smartphones oder Tablets Spuren und Asservate aufgenommen und digital dokumentiert werden können. Die erfassten Daten werden mit einer Datenbank synchronisiert und können so visualisiert und ausgewertet werden. Am Kongressstand können die Besucherinnen und Besucher sich selbst ein Bild von der digitalen Tatortarbeit und dem System machen.

TRACK: Tragbares duales GC-IMS mit Multielement-Sensorsystem zur schnellen und zuverlässigen Detektion versteckter Personen und Waren 

Das TRACK-Vorhaben hat ein tragbares Messsystem entwickelt, das in der Luft kleinste Konzentrationen charakteristischer Merkmale von menschlichen Ausdünstungen wie Atemluft oder Schweiß detektieren kann, um illegal eingeschleuste Personen rechtzeitig zu entdecken. Mittels einer speziellen Ansaugvorrichtung soll es möglich werden, durch Dichtungen an Lastwagen oder Containern entsprechende Proben zu entnehmen, ohne dass diese geöffnet werden müssen. Am Kongressstand wird das System den Besucherinnen und Besuchern vorgeführt.

Fachforum

Zudem findet auf dem Polizeikongress ein Fachforum zum Thema „Interdisziplinäre Forschung zu Fragen der Migration“ statt. Dr. Serge Röhrig vom VDI Technologiezentrum führt als Moderator durch die Veranstaltung, die von Frau Dr. Katharina Kloke aus dem Referat zivile Sicherheitsforschung des BMBF eröffnet wird. Sie gibt einen kurzen Überblick über das Programm "Forschung für die zivile Sicherheit" und stellt seine Ziele, Inhalte und Teilnahmemöglichkeiten vor. Im Anschluss stellen drei Projekte ihre Ergebnisse vor, die im Rahmen der Bekanntmachung "Zivile Sicherheit - Fragen der Migration" vom BMBF gefördert wurden.

     

Programm Fachforum "Sicherheitsforschung zu Fragen der Migration"

15. September 2021, 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr

Moderation: Dr. Serge Röhrig, Projektträger des Bundesministerium für Bildung und Forschung, VDI Technologiezentrum GmbH

Begrüßung und Einleitung:

Das Sicherheitsforschungsprogramm  der Bundesregierung– Ziele, Inhalte und Teilnahmemöglichkeiten
Dr. Katharina Kloke, Referat 524 – Zivile Sicherheitsforschung, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Vorträge:

Vorstellung der Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Smartphone-basierte Analyse von Migrationstrends zur Identifikation von Schleuserrouten (SmartIdentifikation)”
Dr. André Calero-Valdez, Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft, RWTH Aachen Universität

Vorstellung der Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Sicherheitskooperationen und Migration (SiKoMi)“
Dr. Patricia M. Schütte, Lehrstuhl für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit, Bergische Universität Wuppertal

Vorstellung der Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Migration und Sicherheit in der Stadt (migsst)”
Prof. Dr. Rita Haverkamp, Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement, Eberhard Karls Universität Tübingen